Richtung Westen

Unsere Reise in den Westen nach Whistler and Bella Coola in British Columbia

 
Der Plan den wir im Juli ausgearbeitet hatten. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Aber trotzdem, es war ein guter Plan. Als wir unsere Reiseziele für 2019 planten, hatten wir Whistler in British Columbia und Yellowknife in den Northwest Territories auf der Liste. Der Gedanke war, dass wir hier in Mississauga bei 43° Nord beginnen und schliesslich bei 63° Nord in Yellowknife enden. Nur 3° südlich vom Polarkreis. Das ist über 300 km entfernt an einem Ort wo es keine Strassen gibt. Der Polarkreis wird also ein anderes Mal überquert.

1. Abweichung vom Plan: 3. August und wir sind noch nicht einmal losgefahren.
Die letzten Vorbereitungen waren in vollem Gange. Als ich um 6 Uhr morgens aufstand, war die Internetverbindung unterbrochen. Ich bin davon überzeugt, dass meine Computer es spühren wenn ich die Stadt verlassen will und einfach abstellen. Anstatt die Reifen des Jeeps zu wechseln, reparierte ich die Computer. Ich war kurz vor Mittag fertig.

Nach dem Mittagessen wechselte ich die Reifen am Jeep. Als ich die Radmuttern am rechten Vorderrad festzog, wackelte das Rad immer noch. Bei näherer Betrachtung fiel mir auf, dass das obere Kugelgelenk schlotterte.

Der Campingplatz in Sault Ste. Marie wurde abgesagt. Es war ein langes Wochenende und hofften den Jeep am folgenden Dienstag oder Mittwoch reparieren zu lassen.

Jeep Upper Ball-Joint
Es mag wie ein schlechter Start aussehen, aber wir zogen es vor, dies als ein gutes Omen zu betrachten. Es wäre Mühsam den Jeep unterwegs reparieren zu lassen. Ein fehlerhaftes Kugelgelenk könnte schwerwiegende Folgen haben. Abschleppen in die Garage wäre die beste Lösung. Schlimmer wäre es die Kontrolle über den Jeep und Anhänger zu verlieren.
Wir fuhren mit dem Jeep zur Garage. Neuer Start war nun Mittwoch.

Gegen Westen
Aber lasst uns der Reihe nach erzählen. Wir brauchten acht Tage um durch Ontario zu reisen. Von Mississauga fuhren wir nach Sault Ste Marie. Aufgrund des verspäteten Starttermins verbrachten wir dort nur eine Nacht.
Hier im Norden begegneten wir vielen Lastwagen vollgeladen mit Holz. Neben dem Bergbau ist Schnittholz eine der grossen Industrien in Ontario. Dasselbe gilt für British Columbia. Wenn du keine endlosen Wälder sehen möchtest, ist dieser Ort nichts für dich.

Wir schafften es pünktlich nach Thunder Bay für den Kletterkurs.

Die letzte Station in Ontario war in der Nähe von Kenora. Wir verbrachten zwei Nächte im Rushing River Provincial Park. Der Campingplatz war eine der besten Einrichtungen die wir bis jetzt getroffen haben. Alles auf gestampften Kiesboden, komplett eben und mit Stufen zum Picknicktisch.

Kenora liegt am Lake of the Woods. Hier könnten wir problemlos 4 Wochen verbringen. Der See ist riesig und er ist ein Paradies für Fischer. Diese Gegend bietet viele Attraktionen und Aktivitäten, Sommer und Winter. Der See gefriert im Winter komplet zu und es wird eine Strasse unterhalten. Das bieted über 100 km wo man seinen eigenes Loch zum Angeln bohren kann. Vielleicht eines Tages.

Truck with a load of lumber
 
Rushing River Provincial Park

Unser nächster Stop war der Riding Mountain National Park in Manitoba. Das erste Mal waren wir im 2011 in diesem Park und wir haben guten Erinnerungen. Dieses Jahr beschlossen wir einige Tage zu bleiben ein paar Wanderwege zu erkunden.

Die folgenden zwei Tage waren im Saskatchewan Landing Provincial Park. Dann eine Nacht in Alberta in einer Raststätte um am Sonntag den 18. Penticton BC zu erreichen. Dies war die letzte Station, bevor wir uns für einige Tage in Whistler BC niederliessen. Der Whistler RV Park war auch die letzte Reservation die wir im Voraus machten. Der RV Park liegt weniger als 20 km südlich von Whistler und nördlich des Brandywine Falls Provincial Park.
Summer 2019

Wir hatten zwei Ausflüge auf unserer Whistler-Agenda, eine Wanderung zum BlackTusk und die Fraser River Überquerung mit der Big Bar Reaction Ferry. Wir hörten von einem neuen Wanderweg, der vom Whistler Village zum Blackcomb Mountain führt. In den vergangenen Jahren gab es zu keinem der Berggipfel einen Wanderweg.

2. Abweichung vom Plan: Eines Abends in Whistler hörten wir von der Bella Coola Valley Fall Fair und den Lachsen die zu ihren Laichplätzen schwimmen. Bella Coola ist der Hot Spot für Grizzly-Beobachtungen, sie mästen sich für den Winter in den mit Lachs gesättigten Flüssen. Also machten wir einen Umweg über Bella Coola.

Richtung Bella Coola
Summer 2019 Wir verliessen Whistler in Richtung Norden nach Williams Lake. Dort verbrachten wir eine Nacht bevor wir auf dem Highway 20 westlich nach Bella Coola fuhren. Es sind ungefähr 450 km bis zum Ziel und es ist die einzige Strasse die dort hin führt.

3. Abweichung vom Plan:
7. September wo das Anhängerrad beinahe abfiel. Wir bemerkten das schiefe Rad auf dem Heckman Pass. Der ist etwa 100 km von Bella Coola entfernt. Das Radkugellager hatte sich aufgelöst und eine Notoperation wurde durchgeführt. Wir schaften es bis zum Campingplatz in Bella Coola, wo wir auf Ersatzteile wartet wollten.

Wir bekamen keine Ersatzteile aber fanden eine Wohnmobilwerkstatt auf Vancouver Island. Wir sagten unsere Reise nach Yellowknife ab und fuhren stattdessen mit der Fähre nach Port Hardy auf Vancouver Island. Die Werkstatt in Courtenay ersetzte das ganze Rad. Jetzt ist es fast so gut wie neu.

Nach Hause
Mit einem funktionierenden Anhänger im Schlepp brachte uns die Fähre von Nanaimo nach Horseshoe Bay. Dann noch eine Übernachtung in Whistler und die lange Heimreise begann. Yellowknife, wir sehen dich in zwei Jahren!

Ich musste bis Sonntag zurück sein und wir verbrachten die nächsten Tage mit Autofahren. In Alberta fuhren wir durch den Glacier National Park. Während einer kurzen Pause fanden wir eine zukünftige Übernachtungs Stätte direkt am Trans Canada.
In Golden stoppten wir im Legendz zum Mittagessen. Es war eine willkommene Ablenkung von allen wilden Tieren und Bäumen. Dafür mussten wir Bilder aus den 50er und 60er Jahren ansehen. Ja, Elvis lebt.

Glacier National Park
Legendz in Golden

Wir erreichten Saskatchewan am Nachmittag und hielten in der Touristen Information an. Wir wollten unbedingt Saskatoon Berry Jam kaufen. Dort waren sie ausverkauft und wir wurden nach Maple Creek verwiesen. Das liegt etwa 8 km vom Trans Canada entfernt. Was für eine mega Überraschung. Wir hatten Kaffee im interesantesten Lokal und wir wurden auch ermuntert den Spielwarenladen auf der gegenüberligenden Strassenseite zu besuchen. Unser 10-Dollar-Abstecher für Saskatoon Berry Jam endete mit einem 90-Dollar-Einkaufsbummel. Nicht dass wir uns bekalgen, es lohnte sich und wir empfehlen jederman einen Stopp in Maple Creek zu machen..

Das war nicht der einzige Ort den wir bei unserer nächsten Trans Canada Reise wieder besuchen müssen. Wir verbrachten eine Nacht auf dem Indian Head Campground. Gegen 9 Uhr Abends erreichten wir unser Ziel und die Rezeption war noch geöffnet. Innerhalb weniger Minuten bekamen wir unseren Platz, Wohnanhänger eingesteckt und wir konnten uns ausruhen. Wir fuhren früh am nächsten Morgen los. In den Prairies gibt es nicht alle 10 Minuten ein Kaffelokal. Somit hielten wir bei der esten Gelegenheit an einer Co-op-Tankstelle an und hofften dass sie auch Frühstück servieren. Unmittelbar nebenan fanden Al's Steakhouse & Grill in Broadview, SK. Sie waren offen und servierten Frühstück. Das nächste Mal müssen wir unseren Stop zum Mittag oder Abendessen planen. Al's Steahouse & BBQ

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First published on July 11, 2019

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